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Gründerzeit

Als Gründerzeit wird eine Epoche bezeichnet, die zu Beginn der umfassenden Industrialisierung einsetzte und mit dem großen Börsenkrach gegen Ende des 19. Jahrhunderts ihren Schlusspunkt fand. Sie ist als ausgedehnte Phase wirtschaftlichen Aufschwungs in Mitteleuropa bekannt. Als Gründerjahre werden die Jahre vor dem Börsenkrach bezeichnet, in denen zahlreiche Unternehmer in kurzer Zeit enorm vermögend wurden. Zu verdanken war diese Entwicklung vor allem der fortschreitenden Industrialisierung. Mit Beginn des Eisenbahnbaus in Europa stieg die Nachfrage nach Kohle und Stahl. Der Transport von Gütern wurde über die Bahn beschleunigt und ausgeweitet. Große Industrieimperien entstanden. Daneben trieben neue technische Entwicklungen die Massenproduktion von Waren voran.

Auf der Suche nach Arbeitsplätzen wanderte die Landbevölkerung in die Städte. Durch verbesserte Bedingungen in der Lebensmittelproduktion nahm der Bedarf an Wohnraum ständig zu. Zur Aufnahme der wachsenden Bevölkerung wurden in den großen europäischen Städten ganze Stadtviertel errichtet. Für das reich gewordene Bürgertum entstanden historisch anmutende Palais und Villen. In Deutschland wurden bei den Luftangriffen im Zweiten Weltkrieg unzählige Stadthäuser aus der Gründerzeit zerstört. Nach dem Krieg mussten noch erhaltene Gebäude teilweise der modernen Stadtplanung weichen. Heute stehen viele der Bauten aus der Gründerzeit unter Denkmalschutz und sind bei Käufern und Mietern äußerst begehrt.

Als Stilrichtung in Architektur und im Kunsthandwerk hat sich in der Gründerzeit der Historismus durchgesetzt. Charakteristisch für die Zeit sind mehrgeschossige Blockrandbebauungen mit üppigem Fassadenschmuck. Der historisierende Baustil umfasst die Stilrichtungen der Neugotik, der Neorenaissance und des Neobarocks. Ebenfalls typisch für die Gründerzeit sind aufwendig verzierte Möbel, mit denen der Reichtum zur Schau gestellt wurde. Umgangssprachlich wird der damalige Stil manchmal auch als Gründerzeitstil oder Gründerzeitarchitektur bezeichnet, obwohl der Historismus gemeint ist.

Die Gründerzeit endete mit der Gründerkrise im Jahr 1873. Große Teile der Bevölkerung verloren ihr Vermögen. Der entstandene Wirtschaftsliberalismus wurde durch Schutzzölle wieder eingedämmt. Es folgte eine zwanzigjährige Stagnationsphase in der Wirtschaft.


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